Gamification - das Zauberwort

Wollen Sie Ihre Kunden langfristig binden? Lechzen Sie nach Aufmerksamkeit, suchen Sie händeringend neue Mitarbeiter oder möchten Sie Produktwissen vermitteln? – Dann spielen Sie!

18.10.2019

Haben Sie schon einmal etwas von eSports gehört? Von denjenigen, die eSports kennen (82%), verfolgen 29% den Sport bereits aktiv.
Hier verschmilzt Realität stark mit dem Spiel. Sogar die Filmbranche schaut mittlerweile zur Spieleindustrie auf und hat ihr deutlich den Rang abgelaufen. Kein Wunder, denn knapp über die Hälfte der Deutschen spielen Computer- oder Videogames. Dabei spielen beide Geschlechter zu gleichen Teilen, das Durchschnittsalter liegt bei 35 Jahren.
Sie sehen, die Games-Hersteller machen offensichtlich einiges richtig. Warum also diese bewährte und hochakzeptierte Mechanik nicht auch für andere Bereiche des Lebens nutzen? In unserem Fall natürlich für alle Kontaktpunkte rund um eine Marke oder Produkt.

Die Kernfrage, die sich stellt lautet also:
Sind wir in der Lage seriöse Inhalte über ein Spiel oder mit spielartigen Elementen zu vermitteln? Dafür müssen wir etwas tiefer ins Detail.

Warum eigentlich Spielen?

Spielen macht Spaß – das lernen wir bereits im jungen Alter. Diese positiven Erlebnisse verbleiben uns stets im Kopf. Da wir alle Spaß daran haben, bedarf es keiner Erklärung, warum die Spiel-Mechanismen für nahezu jedermann anziehend wirken. Highscores, Level, Preise, Wettkampf, Missionen oder Rankings, diese Mechanismen machen Spiele so anregend, dass diese immer öfter auch in anderen Bereichen eingesetzt werden. Was der Wettbewerb in Castingshows ist, Belohnungssysteme für Aktivierung bei Gewinnspielen oder das private „Zocken“, nutzt das geflügelte Wort Gamification für die Übertragung von spieltypischen Elementen und Vorgängen in spielfremde Zusammenhänge mit dem Ziel der Verhaltensänderung und Motivationssteigerung bei Anwenderinnen und Anwendern.

Gamification basiert auf den identischen Erfolgselementen, welches bei Spiel, Sport und Hobby so faszinierend für den Menschen wirkt. Gamification ist also ein sehr erprobtes und geschicktes Mittel, um Aufmerksamkeit zu bekommen und diese zu halten. Seien wir mal ehrlich, ist es nicht genau das, wonach die Marketingabteilungen, Messeveranstalter, Personalverantwortlichen und Produktmanager lechzen? Awareness ist in unserem digitalen Zeitalter so wichtig geworden.

Wir müssen uns also die Frage stellen: Wie schaffen wir es, dass der Nutzer mit möglichst langem Spielspaß, die von uns gewünschten Impulse erhält? Setzen Sie Gamification also nicht damit gleich, dass Ihre Anwender kunterbunte Spielfiguren mit glitzernden Highscores vorgesetzt bekommen – so locken Sie schon lange keinen Kunden mehr hinter dem Ofen hervor.

Muss nun alles ein Spiel sein?

Ein klares nein ist die Antwort. Spiele und deren Meachnismen dienen eher dazu, Leute anzuregen, sich bestimmte Themen anzuschauen und sich mit diesen tiefer auseinanderzusetzen. Viele Menschen konsumieren Medieninhalte eher passiv - Gamifizierung soll also in keinster Weise bedeuten, dass alles zum Spiel wird. Inhalte können einfach anregender und interaktiver dargebracht werden.

Welche Ziele verfolgt Gamification?

Gamification kann dabei helfen schwierige Themen leichter und schneller zu begreifen, denn viele lernen schneller, wenn sie Spaß haben. Das muss nicht einmal die trockene Theorie sein, sondern allein durch den spielerischen Hintergrund geschehen.

Alle Anwendungen in diesem Kontext haben also gemeinsam, dass Sie eine Motivationssteigerung und Begeisterung beim Spieler hervorrufen sollen, um den Nutzer von dem eigenen Produkt oder Dienstleistung zu überzeugen.

Wer denkt Gamification ist nur zum Spaß da, der hat sich gewaltig geiirt.

Stellen Sie sich selber die Frage, würden Sie zu einem Produkt greifen, dass Sie zwar längere Zeit schon verwenden, es aber keinen Anreiz mehr bietet oder zu einem gleichwertigen Produkt, dass Sie emotional berührt? Und da kommt natürlich der Spielspaß zum Tragen. Garniert mit dem Anreiz etwas zu gewinnen und einem Siegeswunsch die Konkurrenz auszuschlagen, bieten Sie den nötigen Mehrwert.

Wie bei jedem Spiel möchte der Spieler die Aufgabe so schnell wie möglich lösen und/ oder ein bestimmtes Level (Rang) erreichen.
Der Spieler kann sich bei manchen Gamification-Applikationen auch gegen andere Mitspieler behaupten. Sei es im Multiplayer-Modus oder einfach über das Scoreboard, aber dazu später mehr.

Der Unterschied zum klassischen Spiel liegt meistens darin, dass das Spiel nahezu immer einen schlichten Handlungsablauf hat.
Hat das einen Grund? Natürlich, denn neben echten Spielen ist die Hauptaufgabe von Gamification nicht umbedingt dem Spieler das schönste Spielerlebnis zu verschaffen, obwohl es meistens den Schein erweckt. Die Hauptaufgabe ist es dem Spieler die vielen Möglichkeiten aufzuzeigen, die dieses Unternehmen für Sie als Kunde bereitstellen kann und ein gutes Gefühl sich mit der Marke zu verbinden.

Funktioniert Gamification?

Die großen Unternehmen haben mal wieder ganze Pionierarbeit geleistet.

Microsoft stellte sich die Frage, wie Anwender bei Power-Point, Excel, Word und deren Multifunktionsleistenoberflächen geschult werden können. Heraus kam eine Ihrer am meisten verbreiteten Gamification-Anwendungen: Ribbon Hero.

Hierbei handelt es sich um ein echtes Game, bei dem der Spielende die Möglichkeit hat immer schwieriger werdende oder sich ändernde Aufgaben in einer Excel-, Word-,oder PowerPoint-Umgebung zu meistern.

Büroklammer „Clippy“ wurde ein echter Star im Netz! Und das an einem Ort, an dem man keinen Spaß vermutet hätte. Es erfreut sich so großer Beliebtheit, dass aus Tutorials ganze Foren entstanden sind und wie sollte man es anders erwarten, sogar eine Fortsetzung des Spiels „Ribbon Hero 2“(released) veröffentlicht wurde. Die Zahl der interessierten Office-User steigt und auch wenn das Spiel mittlerweile der Vergangenheit angehört, hat man sofort eine schöne Erinnerung, wenn man den Namen Büroklammer Clippy hört.

Die App „Bayercareer“ wurde z.B. vom Chemiekonzern Bayer entwickelt. Treten zwei Spieler in einem Quizduell gegeneinander an, ähnlich wie bei der Sendung „Wer wird Millionär“, wobei sich die Themen hauptsächlich auf die Chemie und Pharmaindustrie beschränken und einem viele Informationen und vor allem ein positives Image des Konzern vermittelt werden. Egal ob Mitarbeiter oder Bewerber, hier kann man sein Wissen auf die Probe stellen und sich auf einem eleganten und unterhaltsamen Weg, auf den zukünftigen Bewerbungsprozess vorbereiten. Und nebenbei könnte es sein, dass man beim Suchen nach dem „Quizduell" oder „Wer wird Millionär“ , auf die App von Bayer stößt.

Gamification für alle und jeden?

Generell kann Gamification überall eingesetzt werden.
Um eine verlässliche Aussage treffen zu können, ob das Medium Spiel auch in meinem persönlichen Fall sinnvoll ist, stellen Sie sich grundlegende Fragen:

  1. Wen möchten Sie ansprechen? (Neu-, Stammkunden, Alter, Geschlecht, etc.),
  2. An welchem Platz, Punkt oder virtuellen Ort treffe ich meine Zielgruppe?
  3. Wie viel Inhalt möchte ich vermitteln? Ziel ist ja ein positiver „Sogeffekt“ - Die Kunden kommen gerne wieder und behalten Sie in Erinnerung.
  4. Wohin möchte ich den Anwender während des Spielspaßes führen?

 

Gerne unterstützen wir Sie bei diesen Fragen.

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