Horizontales Scrollen für einen besonderen Werbeauftritt

Suchen Sie nach Aufmerksamkeit?

20.03.2020
Was wir mit diesem Artikel zeigen wollen:
 
 

Horizontaler Bildverlauf - Nur oder noch ein Trend?

Eine Website mit horizontalem Bildlauf als Königsdisziplin? Nicht für uns. Doch auch in diesem Setup gibt es einiges zu beachten, denn dieser Mechanismus ist nicht per se gut oder schlecht. Zu sehen bekommt man Webseiten mit horizontalem Scroll- und Bildverlauf nicht täglich, obwohl sich ein kleiner Trend bereits 2014 abzeichnete. Das dieser Trend sich nicht großflächiger durchsetzte ist wohl der Tatsache geschuldet, dass gerade Webseiten-Designer und Usability Gurus sich klar gegen diese ungewöhnliche Benutzerführung entschieden haben. Es finden sich immer wieder Aussagen darüber, dass dies nicht intuitiv genug sei. Wir als Internetagentur aus München, möchten jedoch eine Lanze für das Pro brechen, mit der Anmerkung, dass die Entscheidung für das horizontale Scrollen stets situativ von Projekt zu Projekt zu entscheiden ist.
Die Konzeption und Programmierung einer effektiven und benutzerfreundlichen Website mit horizontalem Scroll-Layout ist tatsächliche eher eine Herausforderung. Aus diesem Grund geben wir Ihnen nachfolgend einige Ratschläge und Tipps zur Eignung eines solchen Mechanismus.

Horizontales Scrollen als USP

Wenn man sich vor Augen führt, wie die meisten Menschen Ihre Tablets handhaben, liegt die Wischbewegung nach rechts oder links (Fachbegriff: Swipen) gar nicht so weit weg vom horizontalen Scrollen auf dem Desktop.
Alles entscheidend ist das Design der Webseite, das dem User ein ruhiges Gefühl vermittelt und ihm Orientierung bietet. Als Internetagentur haben wir uns für unseren Kunden Lobster an diesem Mechanismus gewagt, mit der Zielstellung den Usern etwas Anderes, Außergewöhnliches aber doch Intuitives zu bieten. Fakt ist, dass die User sich länger mit der Webseite beschäftigten und dieses Design Aufmerksamkeit generiert hat.

Ein entscheidender Punkt ist, das Scrollen (sowohl mit Maus und Tastatur) auf die horizontale Ausrichtung zu bringen, so dass der Anwender von Beginn an den Mechanismus verstehen kann. Dies führt zu intuitiver Benutzerführung ohne Erklärungsaufwand oder Verständnistransfer.
Nielsen als Experte für Benutzererfahrung führte eine Studie durch, die ergab, dass nur ca. 1% der Benutzer die Informationen betrachten, die ursprünglich durch seitliches Scrollen verborgen wurden. Dementsprechend ist die seitliche Scroll-Funktion mitunter entscheidend.  Anwendungsbeispiele, die zugegeben nicht von uns als Internetagentur umgesetzt wurden, aber tolle Beispiele bzw. Szenarien sind:
Bildlastige Webseiten – gerade wenn Sie viele Bilder verwenden, wie z.B. Bekleidungsgeschäfte ist das seitliche Scrollen prädestiniert. Ein gutes Beispiel bietet blacknegative.com mit ihren vielseitigen Entdeckungsmöglichkeiten auf der Seite. 

Warum der horizontale Bildverlauf für sich spricht

Quelle: Lobster (https://www.lobster-world.com/de/)

Das seitliche Scrollen verschafft einen möglichen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern. Auffällig soll es sein, anders muss es werden, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das kann zu einer sehr starken Einzigartigkeit verhelfen. 

Anstatt den gesamten Inhalt der Website auf einer extrem langen Seite auf einmal anzuzeigen, werden Benutzer auf einer horizontal scrollenden Website in kleineren Blöcken mit Informationen vertraut gemacht. Eine Webseite mit seitlichem Bildlauf ist flexibler und lässt sich leicht erweitern

Für viele Websites zählt der Ausdruck "Mobile First!". Für Websites mit Nutzern, welche über mobile Endgeräte auf der Website agieren, könnte ein horizontales Website eine große Chance sein.
Websites mit horizontalem Bildlauf ermöglichen eine feste Darstellung für Mobilgeräte und Computerbildschirme.
Das horizontale Navigieren mit dem Finger funktioniert außerordentlich schnell und ermöglicht eine gute Steuerung durch den vorhandenen Content.
Immerhin nutzen es viele Apps. Da Mobile Designs immer wichtiger werden, sollte das horizontale Scrollen als Grundlage für Ihre Websites verwenden, um Ressourcen und Zeit zu sparen.

Es schafft einen weiteren Rahmen, durch den man springen kann. Fügen Sie stattdessen eine Reihe von Navigationshilfen über dem horizontalen Scroller ein. Dazu gehören Pfeile und große Bildlaufleisten, mit denen Sie über eine Site zoomen können. Sie machen das Benutzererlebnis reibungsloser und komfortabler.

Wann ist diese besondere Navigationsart sinnvoll?

  • Wenn die Zielgruppe sehr internetaffin und viel mobil unterwegs ist
  • Wenn eine Einheitlichkeit auf allen Geräten (Mobil, Tablet und Desktop) entstehen soll
  • Wenn Platz beim vertikalen Scrollen geschaffen werden soll
  • Wenn im Fokus ein unverwechselbares Design steht
  • Wenn Portfolios präsentiert werden sollen
  • Wenn man sich bewusst vom Rest abheben möchte, um Aufmerksamkeit zu gewinnen
  • Wenn die Website einen geringen Informationsumfang hat
  • Wenn man ein Online-Shop mit einem kleinen Sortiment ist

Die Risiken des horizontalen Scrollens

Horizontales Scrollen hat es aus Usability-Sicht schwer gut abzuschneiden. Wer kennt es nicht? Man öffnet eine Website, scrollt und erwatet die übliche Leserichtung, welche vertikal verläuft. Die vertikale Navigation ist ein sogenannter Standard für Websiten geworden. Verläuft die Navigation jedoch horizontal kann das einen unerwünschten Effekt mit sich bringen, die Überforderung und den entgültigen Verlust des Besuchers. Durch die ungewohnte Leserichtung besteht außerdem die Gefahr, dass Inhalte übersehen oder bewusst nicht gelesen werden, da sie ein "swipen" auf dem Desktop benötigen.
So geht eventuell genau der Inhalt unter, der von dem Benutzer gesucht und gefunden werden wollte. 

Es muss schnell und einfach sein, um Benutzer langfristig auf der Website zu halten. Gerade durch die ungewöhnliche Website-Führung kann es eine Orientierungslosigkeit beim Benutzer verursachen. Aus diesem Grund sind Navigationsleisten und -punkte wichtig, um dem Benutzer eine gewisse Hilfestellung zu geben.

Die Mischung aus vertikalem und horizontalem Scrollen kann den Benutzer zusätzlich aus der Bahn werfen, da mehr als eine Bewegungsrichtung vorgegeben wird. 

Da das horizontale Scrollen auf den ersten Blick nicht verdeutlicht, wie viele Inhalte und welche Inhalte vorhanden sind und teilweise Inhalte bewusst abgeschnitten werden, um zum Scrollen zu animieren, wirken einige Websites überladen und der Content ist schwer nachvollziehbar. Erst nach merhfachem Scrollen durch die Maus ist es möglich Inhalte einzusehen.

 

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