Webdesign Trends

Was kommt 2017?

14.11.2016

Kaum eine Branche ist so trendgetrieben wie das Webdesign. Ein kleines Google-Update und schon sieht die Internetwelt ganz anders aus. Heute noch eine witzige Spielerei, morgen vielleicht schon der heiße neue Trend. Wir geben einen kleinen Einblick in aktuelle Design-Entwicklungen und lehnen uns mit Vermutungen ein bisschen aus dem Fenster, wo die Reise der Webdesign Trends 2017 hingeht.

Mobile First

Die Relevanz von mobil optimierten Webseiten ist mitnichten ein neues Thema. Schon seit 2014 häufen sich Begriffe wie „Mobile optimiert“ oder „Responsive Webdesign“, was zeigt, dass das Thema nicht mehr ignoriert werden kann. Auch wenn der Absatz von Smartphones bereits stagniert, weil schließlich jeder schon Eines hat, steigen die Webseitenaufrufe mobiler Geräte kontinuierlich an.

Mittlerweile haben die kleinen Taschencomputer sogar schon die Desktop PCs mit der Suchanfragenanzahl überholt und Google hat prompt als Reaktion die Desktop Variante einer Webseite vom Thron gestoßen und die mobile Erreichbarkeit zum Hauptindex für ein gutes Ranking hochgestuft.

Wobei dazugesagt werden muss, dass damit hauptsächlich Smartphones gemeint sind, da Tablets aufgrund ihrer Größe ohnehin meist nur die Desktop-Version zu sehen bekommen. Daher heißt die Devise nicht mehr: „Ist die Seite eigentlich auch mobil optimiert?“, sondern „Mobile First!“.

Weniger nervige Popups

Bei Google steht schon immer der Mehrwert des Nutzers im Fokus und meistens kann man sich als Verbraucher daher über Veränderungen bei der Google-Suche freuen (mit einer kleinen Ausnahme der 2016 erhöhten Zahl an Werbeanzeigen am Anfang der Suchergebnisse). So ist auch der Jahresbeginn 2017 wieder Grund zur Freude, denn Google kündigt an, ab dem 11. Januar großflächige Popups negativ zu bewerten.

So werden wohl einige Webseitenbetreiber mitziehen und ihre Besucher hoffentlich nicht mehr dauernd mit störenden, teils die gesamte Seite überlagernden Popups mehr belästigen. Denn nur wenige Besucher dürften es begrüßen ständig auf den Newsletter hingewiesen zu werden, den sie „Jetzt sofort kostenlos abonnieren“ können. Wobei kleinere, nicht störende Einblendungen, wie der Cookie-Hinweis, weiterhin ohne negativen Effekt auf das Website-Ranking bestehen bleiben werden.

Individuellere Designs und Illustrationen

Wieso viel Zeit und Geld in ein neues Design stecken, wenn es bereits eine Fülle an fertiger und blendend aussehender Designs im Netz gibt? Bei dieser Frage findet aktuell bei einigen ein Umdenkprozess statt, denn wer herausstechen will, benutzt keine Wordpress-Layouts die überall zu sehen sind oder Bilder, die bereits quer im gesamten Netz verstreut sind. Klar, einige Designs, wie das mittlerweile etablierte Burger-Icon für das Dropdown-Menü, lässt man besser unangetastet, um seine Nutzer nicht zu verwirren. Diese Elemente sind jedoch sehr überschaubar in der Zahl. Mehr und mehr Webseiten setzen bei ihren Layout-Grids und Illustrationen auf Individualität, um damit aus der Masse herauszustechen. Denn was ist schon ansprechender als benutzerfreundliche Inhalte, abgerundet mit einem einzigartigen Design?

Dabei wird selbstverständlich nicht immer das Rad neu erfunden. So zeichnen sich in ästhetisch wertvollem Webdesign gewisse Trends ab, wie das seit Windows 8 bekannte halbflache Kacheldesign, dass weiter an Popularität gewinnt und sogenannter Zentrierter- oder Split-Content, für Webseiten mit etwas dünnerem Inhalt.

Beim Parallax-Scrolling scheiden sich dann aber die Geister. Das über die letzten Jahre aufgekommene Design, bei dem sich Vordergrund und Hintergrund während des Scrollens in unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegen, ist zweifellos schön anzusehen. Aus technischer Sicht birgt es hingegen einige Nachteile was die mobile Optimierung, sowie längere Ladezeit angeht. Es bleibt wohl spannend, in welche Richtung die Reise hier geht.

Einzigartiger Content

Mit den immer weiter steigenden Content Marketing Budgets wird es immer schwieriger für Seitenbetreiber, sich von der Masse abzuheben. Dass Inhalte einfach nur gut sind, reicht bereits nicht mehr aus, „unique“ muss er sein, der Content. Es ist zwar aufwändiger, aber um wirklich „besser“ zu sein als seine Konkurrenz, reicht es eben nicht, dasselbe T-Shirt auch in Blau anzubieten.

Neu muss es sein, noch nie dagewesen. Dann bleibt der Nutzer auch gerne und kommt später wieder. Gute Marketer haben dieses System schon lange durchschaut, aber erst mit den sich häufenden Seiten immer ähnlicheren Inhalts wird es zur Notwendigkeit, sich in den hart umkämpften Themengebieten abzuheben. Nutzer können sich dabei über immer diversere Angebote von stetig steigender Qualität freuen.

Video wohin das Auge blickt

Mit Videoplattformen wie YouTube, die schon lange im Mainstream angekommen sind, ist es kaum verwunderlich, dass Video-Marketing einer DER Trends des Jahres 2017 wird. Es gibt bereits eigene YouTube-Kanäle, die sich ausschließlich mit Klatsch-und-Tratsch über andere bekannte YouTuber befassen… und damit Millionen von Abonnenten anziehen. Das ist auch nicht verwunderlich.

Mit über einer Milliarde Nutzern, was etwa einem Drittel(!) der gesamten Internetbevölkerung entspricht, hat Video Marketing ein schier unglaubliches Potential. Virales Marketing, Social Media Marketing, Influencer Marketing, jeder profitiert von der Tatsache, dass Videos neben Bildern die meist-geteilten Inhalte des Internets sind. Branded Videocontent, Livestreaming, Produkt-Tutorials auf Verkaufsseiten, gesponserte Bloggervideos, da ist noch lange kein Ende in Sicht – im Gegenteil.

Cinemagraphs - Bilder in Bewegung

Was sieht aus wie ein Video, ist aber keins? Cinemagraphs oder Cinemagramme, die sich in Schleife bewegenden Mini-Videos, haben den großen Vorteil, dass sie, anders als Videos, nur sehr wenig Bandbreite benötigen. Die kleinen Inhalte können mit geringem Aufwand viele Emotionen vermitteln und zählen wohl zu einer der witzigsten Entwicklungen des benutzerfreundlichen Contents jüngster Zeit.

Seit Cinemagramme etwas komplexer geworden sind und nicht wie früher aus gefühlten 16 Pixeln und 4 Farben bestehen, lassen sich damit richtige kleine Geschichten erzählen und gerade jüngeres Publikum liebt die verspielte Art des Contents. Eine der schönsten Eigenschaften von Cinemagrammen ist wohl, dass der Kreativität dabei kaum Grenzen gesetzt sind.

Fazit

Modernes Webdesign wird immer nutzerorientierter. Die Fülle an qualitativen Webseiten im Netz führt dazu, dass Inhalte stetig weiterentwickelt werden und versuchen, durch ihre Einzigartigkeit aufzufallen. Dazu kommt noch Google als Impulsgeber gegen Usability-Blockaden, wie fehlende mobile Optimierung oder störende Popups und schon kann man einschätzen in welche Richtung die Reise geht.

Wenn obendrein neue, innovative Ideen innerhalb von kürzester Zeit zum Massenphänomen werden können, bleibt es spannend zu beobachten, was das „nächste große Ding“ im Webdesign sein wird und wie sich das Gesicht des Internets mit der Zeit verändert.

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