Die ultimative Websitelaunch-Checkliste: Teil 3 - Domainnamen & Webhosting

Domainnamen und Webhosting - So entscheiden Sie sich richtig

01.03.2017

In diesem Teil der Artikelserie beschäftigen wir uns mit der Wahl der richtigen Domain für Ihr Unternehmen und im Anschluss, was es bei der Entscheidung für einen Hosting-Anbieter zu beachten gilt. Doch alles der Reihe nach.

 

Der Domainname ist die Adresse, unter der die Webseite im Internet zu finden ist, wie z.B. in unserem Fall "crusoemedia.com". Unternehmenswebseiten verwenden dafür meist den Firmennamen oder eine Kurzvariante davon als Domain, was zweifellos sinnvoll ist.

Wer sich nicht sicher ist, wie die Domain heißen soll oder zusammen mit der Domain eine neue Marke erfinden möchte, sollte sich für seine Ideen zum neuen Namen einige Fragen stellen:

  • Hat er einen schönen Rhythmus und bleibt im Ohr?
  • Klingt er nach einer Marke?
  • Kann man ihn sich gut merken?
  • Ist er kurz genug?
  • Kann man ihn gut aussprechen?
  • Besteht Verwechslungsgefahr mit anderen Marken?
  • Könnten damit rechtliche Schwierigkeiten entstehen?
  • Ist der Webseiteninhalt intuitiv durch den Namen erkennbar?
  • Ist der Name mit der Endung ".de" oder ".com" verfügbar?

 

Grundsätzlich ist es von Vorteil, die Domain auf .de oder .com enden zu lassen, da diese Endungen gut aufgenommen werden und den Menschen vertraut sind. Allerdings muss man sich nicht zwingend darauf festlegen. Wer eine kreative Idee für die Kombination des Namens mit einer anderen Domainendung hat, beispielsweise ein nettes Wortspiel, richtet damit keinen Schaden an.

Vor einigen Jahren noch wurden häufig Keyword-Aneinanderreihungen für Domainnamen gewählt, die oft für eine bessere Lesbarkeit durch Bindestrichegetrennt wurden. Natürlich wurde das für eine bessere Auffindbarkeit in den Suchmaschinen getan und nicht, weil eine Domain wie z.B. „Schuhe-online-kaufen.de“ so vertrauenserweckend klingt. Heute überwiegen die Nachteile der Wahl einer solchen Domain, denn die Suchmaschinen legen keinen Wert auf Keywords in Domainnamen und die Besucher klicken lieber auf seriöser wirkende Namen. Der einzige Grund, wieso aus Wortketten bestehende Domainnamen dennoch häufig in den Suchergebnissen zu finden sind ist, dass sie sich über Jahre hinweg in ihrem Themenfeld etabliert haben und durch wertvolle Inhalte ihre Relevanz (sog. Domain Authority) seither halten können.

Es ist also viel sinnvoller einen schönen Domainnamen zu wählen, der mit der eigenen Marke resoniert und einen schönen klang hat. Schon allein weil die Leute lieber darauf klicken.

Ok, der Domainname ist gewählt aber wo soll gehostet werden?

Der Webhosting-Service ist quasi das Zuhause einer Internetseite. Verschiedene Webhosting-Anbieter konkurrieren darum, Webseiten und deren Inhalte auf Ihren Servern bereitzustellen, also Sie im Internet verfügbar zu machen (genannt Hosting).

Da sich die verschiedenen Hosting-Anbieter stark ähneln und sich auch die Preise von konkurrierenden Hosting-Paketen nur marginal unterscheiden, sind im Folgenden die Kriterien für die Wahl des richtigen Webhosting-Anbieters:

 

  • Wie sind die Ladezeiten und wie viele Kunden sind pro Server untergebracht?
    Je kürzer die Ladezeiten und je weniger Kunden pro Server desto besser.

  • Wo ist der Standort des Servers?
    Vom Standort hängen auch die Antwortzeiten des Servers ab. Beispielsweise sollte eine Webseite für den deutschen Markt auch in Deutschland gehostet werden.

  • Ist genügend Prozessorleistung und Arbeitsspeicher vorhanden?
    Ein schneller Prozessor kann viele Anfragen gleichzeitig bearbeiten. Genügend Arbeitsspeicher (64 MB) ist wichtig für kurze Ladezeiten.

  • Hält der Webspace auch hohem Webseiten-Traffic Stand?
    Auch wenn im Normalfall alles flüssig läuft bedeutet das nicht, dass es bei einem hohen Besucheransturm (Peak) so bleibt.

  • Werden auf demselben Server zwielichtige Webseiten gehostet?
    Sogenannte „Bad Neighbourhood“ kann das Google-Ranking negativ beeinflussen. Auf Seitenreport.de kann das überprüft werden.

  • Wie hoch ist die angegebene Erreichbarkeit des Servers?
    99-prozentige Erreichbarkeit bedeutet beispielsweise, dass der Server 3,65 Tage im Jahr vertraglich ausfallen darf, ohne dass zusätzliche Ansprüche für den Kunden entstehen.

  • Wie viel Speicherplatz ist inklusive?
    Besonders günstige Angebote bieten oft nur begrenzten Datenbank- oder E-Mailspeicher an, was eine versteckte Preisfalle darstellen kann.

  • Gibt es ein Traffic-Limit?
    Kleine Webseiten reizen dieses Limit selten aus aber je größer die Besucherzahl, desto wichtiger das Traffic-Limit.

  • Gibt es Einschränkungen?
    Oft werden chat- oder andere leistungsintensive Software ausgeschlossen, sowie Pornografie oder Vergleichbares. Hier lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte.

  • Gibt es vorinstallierte Software?
    Oft werden Content Management Systeme oder andere Software bereitgestellt oder vorinstalliert. Je nach Vorhaben kann das sehr nützlich sein.

  • Wie viele Domains sind inklusive?
    Wie viele Domains im Tarif gehostet werden können, kann je nach Vorhaben sehr wichtig sein. Hier können, je nach Anbieter und Hosting-Paket, sämtliche Optionen zur Auswahl stehen. Begonnen bei der Möglichkeit nur eine einzige Domain hosten zu dürfen, bis zu unbegrenzt vielen.

  • Werden die benötigten Programmiersprachen unterstützt?
    Nichts ist ärgerlicher als herauszufinden, dass eine verwendete Programmiersprache vom Host nicht unterstützt wird. Wichtig ist auch, dass die Versionen aktuell sind und regelmäßig Updates aufgespielt werden.

  • Sind die Inklusivleistungen ausreichend?
    Ein weiterer Grund das Kleingedruckte zu lesen. Manche Leistungen kosten extra, deshalb sollte vorher in Erfahrung gebracht werden, ob die vorhandenen Leistungen alles Wichtige abdecken.

  • Gibt es Preisfallen im Tarif?
    Setup-Gebühren, monatliche Kosten und eventuelle Zusatzkosten sollten immer vorab kalkuliert werden, denn oft sind günstige Einstiegsangebote auf lange Sicht doch teurer als andere.

  • Wie lange ist die Vertragslaufzeit?
    Wie auch beim Telefontarif bieten hier manche Anbieter günstigere Tarife mit Mindestlaufzeit. Man sollte sich jedoch über den Anbieter sehr sicher sein, bevor ein solches Angebot wahrgenommen wird.

  • Wie gut ist der Service?
  • Ein sehr wichtiger Punkt, denn wer akute Probleme mit seiner Website hat, ist nun mal auf einen guten Kundenservice angewiesen. Häufig ist der Service schlecht zu erreichen oder reagiert erst sehr spät, was ärgerlich sein kann.

 

Am Wichtigsten ist wohl der Kundenservice. Da es aus technischer Sicht viele gute Webspace-Anbieter gibt, trennt sich hier die Spreu vom Weizen. Gut erreichbare, kompetente Ansprechpartner kosten nämlich Geld. Aus diesem Grund sparen hier viele Anbieter, um dem allgemein herrschenden Preisdruck standhalten zu können.

Es lohnt sich also, das Netz ausgiebig nach Kundenmeinungen zu durchstöbern und möglicherweise ein oder zwei Euro mehr für einen guten Service zu investieren. Im letzten Teil unserer Artikelserie widmen wir uns noch der Frage, ob es sinnvoller ist, sich selbst um die Webseiteninhalte zu kümmern oder die Arbeit auszulagern.

Im letzten Teil der Serie wird es um die Verwaltung der Inhalte gehen.

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