Intrinsische Motivation

Bestandteil diverser Motivationstheorien

Viele Motivationstheorien unterscheiden zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation. Bei intrinsischer Motivation entstehen Anreize aus der Aufgabe selbst heraus – sie macht zum Beispiel Spaß, ist sinnvoll oder herausfordernd und weckt das eigene Interesse. Deshalb führt man die Aufgabe um ihrer selbst willen gerne durch. Neuere Studien beweisen, dass extrinsische Motivation (also die Förderung rein materieller Anreizsysteme) dieser Art der Motivation stark unterlegen sind. Schafft man es durch Gamification beispielsweise über Rabatte und Boni hinaus intrinsisch zu motivieren, hallt der Effekt wesentlich länger nach. Laut der Selbstbestimmungstheorie von Ryan und Deci kann durch die Förderung von Kompetenz, Autonomie und Zusammengehörigkeit die Motivation langfristig intrinsisch gesteigert werden. Kompetenzerleben kann im Gamification-Kontext durch passende Herausforderungen und leistungsbezogenes Feedback entstehen. Autonomie erfährt der Nutzer durch die Bereitstellung von Wahlmöglichkeiten – z.B. ein konfigurierbarer Avatar. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl kann im Spiel dann entstehen, wenn der User sich als bedeutsamer Teil eines Teams fühlt (s.a. Epic Meaning).